Neustart mit Rollifechten

FechtenTV Neheim ist inklusiv

Die Fechtabteilung des TV Neheim bietet ab sofort auch Rollstuhlfechten an, was sich natürlich anbietet, wenn man mit Diplom-Fechttrainer Adam Robak einen ehemaligen Nationaltrainer Rollstuhlfechten in seinen eigenen Reihen hat. Pünktlich zum neuen Jahr wurde eine neue Initiative gestartet, mit Werbung und Flyeraktion, um dem Inklusivsport wieder Leben einzuhauchen. Die ersten Interessenten gab es bereits.Der 23jährige Lucas Karig kam vorbei und ließ sich von Trainer Adam Robak das Fechtgestell  erklären, auf die man hinauffahren muss.  Da Rollstuhlfechten ein stationärer Sport ist – man kann also nicht wie beim Fußfechten vor- und zurücklaufen –, ist dieses Gestell das Herzstück des Wettkampfs. Die Rollstühle werden in einem Winkel von exakt 110 Grad zur Mittellinie fest in das Metallgestell eingespannt. Das sorgt dafür, dass die Sportler trotz der dynamischen Bewegungen des Oberkörpers nicht umkippen oder verrutschen. Bevor es losgeht, wird der Abstand zwischen den Fechtern individuell eingestellt. Maßstab ist der Arm des Fechters mit der kürzeren Reichweite. Die Spitze seiner Waffe muss bei gestrecktem Arm genau die Ellenbeuge des Gegners berühren. So wird sichergestellt, dass beide eine faire Trefferchance haben. Da die Beinarbeit wegfällt, ist Rollstuhlfechten extrem schnell und explosiv. Die Athleten müssen Distanzveränderungen allein durch extreme Vor- und Rückbeugen des Oberkörpers ausgleichen. Lucas Karig wurde von der gesamten Fechtabteilung herzlich willkommen geheißen. Zum Fototermin kam dann auch Frau Stefanie Bierwagen von der Fachstelle Behindertenhilfe der Stadt Arnsberg, die sich sehr interessiert an einer weiteren Zusammenarbeit am inklusiven Sportangebot zeigte.

Fechtabteilung TVN mit Lucas Karig (vorne mittig) und Frau Bierwagen/Stadt Arnsberg (rechts neben ihm)

Das Fechtgestell